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Lehm reguliert das Raumklima

Lehm bleibt im Sommer kühl und im Winter warm

Lehm vereinigt Ästhetik, Wirtschaftlichkeit und Ökologie

Lehm ist zeitlos modern, ästhetisch wertvoll und wohngesund

Lehm beugt Allergien und Elektrosmog vor und reinigt die Luft

Lehm ist pflegeleicht und einfach zu reparieren




Der älteste und modernste Baustoff der Welt

Lehm ist ein seit Jahrtausenden bewährter Baustoff. Während des größten Teils seiner Geschichte baute der Mensch seine Behausung nach Regeln der Natur. Diese Weisheit hat sich über die Zeit weiterentwickelt. Stets wurde die Widerstandsfähigkeit, Hochwertigkeit und gesundheitliche Verträglichkeit von Lehm unter Beweis gestellt.

Als Menschen die ersten Siedlungen errichteten, war Lehm einer der wichtigsten Baustoffe. Aus ihm wurden ganze Städte gebaut. Bereits in den frühen Hochkulturen in Mesopotamien, Ägypten, Nordamerika, Schwarzafrika und China hat man ihn zu grandiosen Bauwerken verarbeitet (Chinesische Mauer).










Der Wunsch nach umweltschonendem Bauen und gesundem Wohnen hat zu einer Rückbesinnung auf diesen seit Jahrtausenden gebräuchlichen Stoff geführt. Inzwischen wird auch bei uns wieder mit Lehm gebaut, denn Lehm ist anderen Baustoffen in vieler Hinsicht überlegen. Die Gründe für seine Verwendung haben sich jedoch gegenüber früheren Zeiten geändert:

Wie kein anderer Baustoff erfüllt Lehm ökologische und baubiologische Anforderungen.

Der Rohstoff wird ressourcenschonend gewonnen. Die Aufarbeitung zu einem besonders wertvollen Baustoff ist mit geringem Energieaufwand erreichbar. Seine Entsorgung oder Wiederverwendung ist völlig problemlos. Er ist auch in Kombination mit anderen Naturbaustoffen angenehm zu verarbeiten.

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Lehm spart Energie, Baumaterial- und Transportkosten

Lehm benötigt bei der Aufbereitung und Verarbeitung im Gegensatz zu anderen Baustoffen sehr wenig Energie, etwa 1% derjenigen die für die Herstellung von Mauerziegeln oder Stahlbeton notwendig ist. Auf den meisten Baustellen in Mitteleuropa fällt Lehm beim Aushub der Keller und der Fundamente an.

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Lehm reguliert die Luftfeuchtigkeit und bindet Schadstoffe

Als Baustoff verbessert Lehm entscheidend das Raumklima. Durch die Aufnahme und Abgabe von Wasserdampf reguliert er relativ schnell die Luftfeuchtigkeit auf natürliche Weise. Diese konstante Luftfeuchtigkeit erzeugt ein äußerst angenehmes und gesundes Wohnklima. Sie verhindert ein Austrocknen der Schleimhäute, reduziert die Feinstaubbildung und wirkt somit vorbeugend gegen Erkältungskrankheiten und Allergien. Darüber hinaus absorbiert Lehm im Wasserdampf gelöste Schadstoffe aus der Luft.

Lehm konserviert Holz
Bedingt durch die geringe Gleichgewichtsfeuchte von Lehm von 0,4 bis 6 Gewichtsprozenten (je nach Tongehalt, Tonart und Feuchtegehalt der Luft) werden Holz und andere organische Stoffe, die von Lehm umgeben sind, entfeuchtet bzw. trockengehalten, so daß diese nicht von Pilzen oder Insekten befallen werden.

















Lehm ist stets wiederverwendbar und eignet sich für den Selbstbau

Der ungebrannte Lehm ist jederzeit und unbegrenzt wiederverwendbar. Trockener Lehm braucht nur zerkleinert und mit Wasser angefeuchtet zu werden und schon lässt er sich wieder verarbeiten. Mit Hilfe einer fachkundigen Person können Lehmbauarbeiten in der Regel von angeleiteten Laien ausgeführt werden. Da für traditionelle Lehmbautechniken einerseits nur ein minimaler Geräteaufwand notwendig ist, andererseits diese Techniken aber arbeitsaufwendig sind, eignen sie sich besonders für den Selbstbau.

Lehm speichert Wärme
Lehm speichert, ähnlich wie andere schwere Baustoffe, Wärme und kann somit zur Verbesserung des Wohnklimas und bei passiver Sonnenenergienutzung zur Energieeinsparung beitragen.














Farbige Lehmedelputze für wohngesunde Raumgestaltung

Sie vereinigen raumklimatische und ästhetische Ansprüche beim Bauen. So werden in Japan seit Jahrtausenden in den alten Kaiserpalästen und andere Luxusbauten, wie Teehäuser oder anspruchsvolle Einfamilienhäuser in Holz und Lehm errichtet.

"Die höchste Kunst besteht in der Kultivierung einer dauerhaften und schönen Oberfläche für die Lehmwand", schreibt M. Speidel. In seinem Artikel "Vom Armeleutehaus zur Kaiservilla" veranschaulicht er wie in Japan über das Putzen gesprochen wird.
Das Zitat erwähnt zwei hervorragende Vorteile von Putz: Dauerhaftigkeit und Schönheit.









Die Kultivierung einer schönen Oberfläche ist natürlich kulturell geprägt und vom persönlichen Geschmack bedingt.

Eine Oberfläche eröffnet viele Möglichkeiten - von der Strukturierung über plastisches Gestalten, Stuck und Graffittotechnik bis hin zu Feinputzen mit verschiedenen Zusätzen und Glanzputzen.

Lehm bietet durch seine Farbigkeit und seinen Charakter vollkommen neue und reichhaltige Gestaltungsmöglichkeiten, die in "art technics" zur Anwendung kommen.















Für die Dauerhaftigkeit einer Putzoberfläche sind drei wichtige Eigenschaften verantwortlich:

eine ausgezeichnete Haftung des Putzes auf dem Untergrund, eine gute Verbindung der Putzschichten untereinander und schließlich das richtige Mischungsverhältnis von Sand und Lehm, damit eine abriebfeste und rißfreie Oberfläche entsteht, die überstrichen werden kann.

Im Außenbereich ist zusätzlich eine witterungsbeständige Oberfläche erforderlich, die auch thermische Spannungen infolge unterschiedlicher Sonneneinstrahlung auszugleichen vermag.

Bewohner von Lehmbauwerken schätzen das Gefühl von Wärme, Behaglichkeit und Geborgenheit das sie ermöglichen.





















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Die Verwendung von Lehm ist eine Garantie für die Erhaltung des ökologischen Gleichgewichts, bedeutet Achtung vor der Umwelt und vor dem Leben.

Die sog. modernen Baustoffe sind für die einen Sinnbild von Fortschritt, Reichtum und Wohlstand, für andere ein gigantischer Feldversuch der Chemisierung. Genauso ist Lehm für viele ein fast perfektes Baumaterial, für andere Ausdruck von Mangel und Armut.

Wir haben es hier mit festgefahrenen Denkweisen zu tun.
Ein Umdenken kann am ehesten angesichts überzeugender Lehmbauwerke erfolgen.